
Foto: Theresa Feihe
Meine tanzbegeisterten Eltern haben mir wohl schon eine ganze Menge Leidenschaft und Talent zum Tanzen in die Wiege gelegt. Sie nahmen mich schon im zarten Kindesalter regelmäßig in die verschiedensten Tanzlokale mit. Dadurch lernte ich alle Standardtänze und von da an war keine Tanzfläche mehr vor mir sicher.
Spätestens da wußte ich, dass Tanzen, in welcher Form auch immer, eine wichtige Rolle in meinem künftigen Leben spielen würde. Auf der Suche nach "meiner" Tanzform nahm ich noch einen Abstecher über das Rock`n Roll - Tanzen, doch schon bald darauf, im Januar 1995, entflammte mein Herz durch einen Zufall für das "Bauchtanzen": Meiner quengelnden Freundin zuliebe begleitete ich sie zu einem Schnupper-Bauchtanzkurs ins Tanzstudio von Anette.
Diese sinnlichen Bewegungen zu einer einzigartigen Musik berauschten mich und ich fühlte mich sofort zu Hause. Von Anfang an war ich fasziniert von den orientalischen Klängen aus 1001 Nacht und dem ganz besonderen Flair beim Tanzen.
In den folgenden Jahren lernte ich die verschiedenen Bewegungen und Facetten des Orientalischen Tanzes kennen und Samy Abdo aus Kairo/München brachte mir als Trommler und Tänzer die Liebe und das Verständnis zur orientalischen Musik bei, wie kaum ein anderer.
Es dauerte keine zwei Jahre und ich fand mich auf der Bühne orientalischer Shows wieder. Unter der Leitung meiner Lehrerin nahm ich zusammen mit gleichgesinnten Tänzerinnen sogar Engagements auf Donauschiffen - zum Teil mit Liveband - wahr.
Nach Jahren intensiven Trainings wagte ich meine erste Unterrichtstätigkeit, damals noch im engen Kreis mit Freundinnen. Dabei kam mir der fundierte Unterricht bei bekannten Dozentinnen und Dozenten aus dem In- und Ausland sehr zugute.
Durch einen glücklichen Umstand konnte ich 2005 eine bestehende VHS-Tanzgruppe als Dozentin übernehmen. Offensichtlich haben sich meine Unterrichtsmethoden bewährt, sodass ich seitdem verschiedene Gruppen an der VHS und seit 2008 auch im eigenen kleinen Studio in Abensberg unterrichte.
Ergänzend nahm ich von 2006 bis 2007 an einem Fortbildung-Projekt speziell für Unterrichtende teil und konnte so meine praktischen und theoretischen Kenntnisse noch vertiefen. Um den stets steigenden Anforderungen und Trends gerecht zu werden, besuche ich auch jetzt noch regelmäßig Fortbildungen für Lehrerinnen und nehme an Coachingprojekten für ausgebildete Tänzerinnen teil. Die Fähigkeit qualifizierten Untericht zu geben und mein eigener Tanzstil entwickeln sich auf diese Weise ständig weiter.
Durch meinen erdigen Tanzstil gehört zum einen meine große Liebe der arabischen Folklore, insbesondere dem Saidi/Stocktanz "Raks Assaya", zum anderen dem ägyptischen Balady, mit dem ich meine Weiblichkeit und Sinnlichkeit am besten ausdrücken kann.
Übrigens: Der Name Amelekeh bedeutet: „Was soll ich (mit Dir) machen“. Ich übernahm es aus einem sehr schönen, alten Lied, ohne die Bedeutung damals zu wissen :-)
|