* Rawaya
* Karima
* Nuray
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Rawaya „überraschend“
So lernte ich Amelekeh kennen......
Durch eine Freundin erfuhr ich 2002, eher zufällig, von einem Bauchtanz-Hobbytreff in Abensberg. Da alles was mit Tanz und Bewegung zusammenhängt schon immer mein Interesse weckte lies ich mich auf diese Erfahrung ein und wurde positiv überrascht. Von Anfang an wußte ich dass der Orientalische Tanz in Zukunft zu meinem Leben gehören wird. Unsere "Chefin" Amelekeh entführte uns jede Woche neu in eine Welt aus orientalischen Klängen und langsam fügten sich Schritte und Bewegungen zu einem Ganzen zusammen. Doch Amelekeh ging nach und nach wieder mehr eigene Wege um sich weiterzubilden und so löste sich dieser Treff leider nach einem Jahr auf. Ich wechselte daraufhin ins Studio Fayoum von Anette.
Der Kontakt zu Amelekeh blieb dennoch ständig bestehen und so erfuhr ich dass sie 2005 einen Kurs an der VHS übernommen hat. Nach einem "Schnuppern" und dem Kennenlernen der Tänzerinnen dort war für mich klar dass ich darauf nicht verzichten möchte. Ich nahm parallel bei beiden Tänzerinnen Unterricht und konnte so mein Können und Wissen stetig erweitern.
2006 wurde ich gefragt ob ich bei der Musikwoche an der Grundschule Offenstetten mitwirken möchte. Mit viel Engagement durfte ich so erste Unterrichtserfahrungen sammeln. Allerdings wurden danach auch die Rufe nach einem Kurs für Kinder immer lauter.... der erste Kinderkurs wurde ins Leben gerufen. Ich beschäftigte mich nun noch intensiver mit dem orientalischen Tanz, nahm eigens dafür an einem Fortbildungsprojekt speziell für Unterrichtende teil und belegte verschiedene Kurse bei bekannten Dozentinnen aus dem In- und Ausland.
Inzwischen leite ich mehrere Kurse und gebe mein Können und Wissen mit viel Hingabe an meine Schülerinnen weiter. Ich bin sehr ehrgeizig und experimentierfreudig und habe schon einige außergewöhnliche Ideen verwirklicht. So konnte auch die Mädchentanzgruppe der Hauptschule Abensberg durch meine Mithilfe als erste Hauptschule im Landkreis und im Bezirk Niederbayern die Goldmedaillie und den Titel der Niederbayerischen Meister im ethnischen Tanz mit nach Hause nehmen.
Mein eigener Tanzstil ist sehr elegant und geprägt durch ausdrucksstarke, neckische Ausstrahlung und feine Technik.

http://www.rawaya.de.tl/


Wie alles begann…
Noch immer kann ich mich an den sehr besonderen „Duft“ von geschmortem Hammelfleisch erinnern, der von Zeit zu Zeit den ganzen Hausgang durchzog. Alle Bewohner des Mehrfamilienhauses, darunter war auch meine Oma, wussten sofort: Bei der Familie Ünal gibt es heute ein Festessen!
Für mich – ich war damals etwa acht Jahre alt – hieß das ganz konkret:
„Aha, Essen ist fertig!“ Schon stieg ich die paar Stufen in den zweiten Stock hinauf und quetschte mich nach einer herzlichen Begrüßung (Frau Ünal hat mich immer in die linke Backe gezwickt, sodass noch nach einer halben Stunde rote Abdrücke von ihren zwei Fingern zu sehen waren) zwischen Canan, der jüngsten Tochter der sechsköpfigen Familie und eine ihrer großen Schwestern. Sicherlich hat mir nicht immer alles geschmeckt und die Familie hat oft mit Schmunzeln beobachtet, wie ich die Nase bei so manchem Gericht verzog. Aber Hammelfleisch habe ich sonderbarerweise gerne gegessen und ich mag es auch heute noch, genauso wie Kichererbsenmus, Fladenbrot, Sirupkuchen und und und…
Oft habe ich zugeschaut, wenn Frau Ünal kochte: Große Töpfe standen auf ihrem Holzofen, auf dem sie auch das dünne Fladenbrot backte, das sie vorher mit einem langen Stab ausrollte. Ich glaube, Fladenbrot hat sie mit besonderer Hingabe gemacht: ganze Stapel waren in der Küche verteilt und zu jedem Essen wurde es gereicht.
Die Familie war zum Abendessen fast immer vollzählig, so ganz anders als bei uns zu Hause, und ich fühlte mich in der „türkischen Runde“ pudelwohl. Nicht selten musste mich meine Oma holen, sonst wäre ich auch noch regelmäßig übernacht geblieben!
Mit der Neugier eines Kindes und so ganz nebenbei habe ich das Leben dieser liebenswerten Familie verfolgt: ich habe den älteren Schwestern zugehört, wie sie arabisch aus dem Koran vorlasen, durch den Türspalt habe ich den Vater beobachtet, während er auf seinem Gebetsteppich in Richtung Mekka betete, die Mutter hat ganze Abende lang Schafwolle gesponnen oder Kopftücher mit Perlen und Häkeleien umrandet, ich habe mich mit ihnen gefreut, als die neue elektrische Strickmaschine geliefert wurde und aufgeregt davon zu Hause erzählt, und schließlich haben wir alle zusammen türkische Filme im Fernsehen angeschaut und obwohl ich kein Wort verstanden habe, war es einfach schön, dabei zu sein.
Und in all dieser Zeit hatte ich nicht einmal das Gefühl, unwillkommen zu sein oder zu stören. Die Gastfreundschaft und Kultur dieser Familie ist wohl bezeichnend für den ganzen Orient und ich meine, dass dadurch schon in meiner Kindheit das Interesse und die Sympathie zu dieser Kultur im speziellen und anderen Kulturen im allgemeinen entfacht wurden.
Zugegeben, das alles hat nur indirekt mit Orientalischem Tanz zu tun; dazu bin ich erst vor einigen Jahren gekommen, als mir der Orthopäde eröffnete, ich solle mich doch endlich sportlich betätigen, um meine immer wiederkehrenden Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen. Nach einem schmerzhaften Bandscheibenvorfall war ich dann endlich soweit und begann auf Anraten von Babs (Gruppe Saharani) mit Orientalischem Tanz. Vom ersten Tag an war ich begeistert von den Bewegungen und besonders von der arabischen Musik, die mich im Nu in meine Kindheit im zweiten Stock bei Familie Ünal zurück versetzte. In Rawaya habe ich eine sehr anmutige und geduldige Lehrerin gefunden und zusammen mit einigen Gleichgesinnten habe ich seit ein paar Jahren jeden Montag Vormittag eine Menge Spaß.
Viele, die schon einige Jahre aktiv bauchtanzen, werden mir vielleicht recht geben, wenn ich sage, man wird neugierig auf Neues, auf Anderes und vielleicht sogar auf mehr. So ergab es sich im letzten Herbst, dass ich den VHS-Kinderkurs „Eine Reise in den Orient für Kinder ab 6 Jahren“ mit zehn quirligen und lernbegierigen Mädchen übernahm. Anfangs standen Basteleien (Orientalisches Dorf in der Schuhschachtel), Spiele und Lieder („Opa hat ´nen Esel“) im Vordergrund und mittlerweile sind sie imstande eine gar nicht mal so einfache Choreografie zu einem temperamentvollen Lied von Nancy Ajram alleine zu tanzen. Am Ende jeder Stunde, und darauf legen meine Mädchen großen Wert, wird immer Apfeltee getrunken.
Nachdem es mich beruflich vor über einem Jahr nach Wolnzach verschlagen hat, nahm ich die einzigartige Gelegenheit war, mich zusätzlich im Tanzstudio Saphira der „Miss Bellydance of Europe 2007“ Mariam Habib anzumelden. Dort trainiere ich in der Gruppe ihrer syrischen Mutter Josephine Habib-Kleina und bin begeistert, dadurch die Möglichkeit zu haben, einen ganz anderen, authentischen Tanzstil kennenzulernen.
Und wenn es meine Zeit erlaubt, versuche ich, meinem anderen großen Hobby, der Malerei, nachzugehen und sogar da lässt sich neuerdings der orientalische Einfluss nicht verleugnen:

Eine Reise durch den Orient

Für Kinder ab 6 Jahre
Orientalische Spiele, Geschichten aus dem Orient, orientalische Bastelein und
natürlich Orientalischer Tanz :-)
Die ersten Basteleien - Ein orientalisches Marktgeschehen



Neue im Bunde der Dozentinnen ist Nuray, die mit weichen und grazilen Bewegungen begeistert.
Sie kann auf jahrelange Tanzerfahrung zurück blicken wobei sich ihr Repertoire damals wie heute nicht nur auf Orientalischen Tanz beschränkt. Es sei an dieser Stelle nur Standard und Lateinamerikanisches Tanzen erwähnt.
Im Laufe der Jahre hat sich Nuray ein solides Wissen über den Orientalischen Tanz angeeignet, von dem nicht nur ihre Hobbygruppe sondern nun auch ihre Schülerinnen im Tanzstudio von Amelekeh profitieren können.

Einsteiger Orientalischer Tanz Mittwoch 20.15 - 21.15 Uhr mit Nuray

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